Normandie & Bretagne


Endlich Osterferien - und dann das: die erste Woche davon nur Regen. Die "Dicke Trude" (unser geliebtes Wohnmobil) wartete schon ungeduldig in der Garage.

In der zweiten Woche hatte Petrus dann doch Erbarmen und in Windeseile wurde alles Nötige gepackt, verstaut und verschnürt.  

Erstmal ging es Richtung Cadzand. Auf dem Weg dorthin überlegten wir, wo die Reise letztendlich hingehen sollte.

Endziel hieß dann nach einigen Vorschlägen Mont St. Michel.

Nach zwei wunderschönen, entspannten und vorallem sonnigen Tagen in Cadzand ging es früh morgens erstmal los Richtung Normandie. 

Erstes Highlight unterwegs war die (kostenpflichtige) Fahrt über die Pont de Normandie, eine der größten Schrägseilbrücken Europas.

In Parabelform ging es für die "Dicke Trude" auf und ab wie in einer Achterbahn. Diese Brücke verbindet Le Havre (seit 2005 Weltkulturerbe der UNESCO) über die Seinemündung mit Honfleur (ein zauberhafter kleiner Hafenort mit vielen Cafés). 

 



Nach herrlichen Sandstränden in Deauville (Wochenend-Destination für die gut betuchten Pariser) ein Strand voller Steine und "Hühnergötter" in Criel zur Mer.

Wer weiß nicht, was ein Hühnergott ist? Ehrlich gesagt wußten wir bis vor kurzem auch nicht, dass ein Stein mit einem natürlich

entstandenen Loch als Hühnergott bezeichnet wird. Aber WDR-Fernsehen sei Dank, wußten wir es und haben dann am Strand eifrig gesammelt.

Und wer weiß, vielleicht war es auch ein Zeitvertreib der Wikinger, die Löcher in die Steine zu meißeln :) 



Unfassbar schön auch die steilen Felsklippen, die so typisch, für diese Region sind.




Es war einmal ein schöner Catarousse.

Fressen und gefressen werden....

Dieser schöne Katzenhai wurde wohl gefressen. 



Und plötzlich ist er da, der Mont St. Michel. Eben noch durch kleine zauberhafte Dörfer gekurvt, vorbei an Apfelfeldern, kleine Hügel rauf, kleine Hügel runter.

Felder mit grasenden Schafen. Das Meer scheint ganz weit entfernt. Und dann plötzlich, wie eine Torte auf einem Tablett, präsentiert er sich uns.



Mont St. Michel - Frankreichs zweitwichtigste Sehenswürdigkeit nach dem Eifelturm:

Zwar liegt er direkt an der Grenze zur Bretagne, gehört aber zur Normandie.

Bei Ebbe der auf einer Felsinsel gebauten Abtei mit starkem Gegenwind entgegen zu radeln war schon ein großes Highlight.



Der Blick von oben entschädigte dann auch für die kräfteraubenden 3 km mit heftigstem Gegenwind.




Piaf vom Mont. St. Michel :)



Wer mag kann sich einer um den Mont St. Michel geführten Wattwanderung anschließen. 



Nach etwa 2 Stunden auf dem Mont St. Michel ging es weiter Richtung Cancale, Bretagne. Unterwegs auf den Landstrassen kamen wir an einem der zahlreichen Friedhöfe für gefallene deutsche Soldaten aus dem 2. Weltkrieg vorbei. Mont de Huisnes. Tritt man ein in diese grüne Gruft erinnert erstmal nichts an die vielen Gefallenen, die dort bestattet sind. Erst beim Betreten der 68 Krypten auf zwei Ebenen, wird man förmlich erschlagen von der Masse der Namen, die in kleine Bronzeplatten graviert sind. Jeweils 180 sind in einer Gruft begraben. Man hat das Gefühl, es ist eine endlose Kette von Toten.



Weiter ging es dann in Richtung Cancale, von wo man auch einen schönen Blick auf den Mont St. Michel hat.

Cancale ist ein kleines Dorf, aber für Austernliebhaber aus der ganzen Welt ein Mekka der wohlschmeckenden Muscheln mit der rauen Schale. Amüsant, dass sie in all den Metropolen dieser Welt als Luxusartikel gepriesen, verkauft und elitär zelebriert werden, und in Cancale nichts anderes als ein preiswerter Imbiß zwischen den Mahlzeiten sind. 




Am besten genießt man die Austern direkt an den Verkaufsständen vor den Parcs à Huîtres in La Houle.

12 Stck. für 3-4 Euro :) Und am besten besorgt man sich vorher noch eine Flasche Weißwein, ein Baguette, Butter und Zitrone.



Fazit unserer spontanen Ostertour durch die Normandie: Wir sind verliebt in diese wunderschöne Region Frankreichs und kommen ganz bald wieder.


Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    lolo (Montag, 15 Juni 2015 22:34)

    Sehr sehr schöne Bilder

  • #2

    Annette Menzel-Horst (Montag, 31 August 2015 08:43)

    .... super schöne Fotos. ....

  • #3

    Barbara (Freitag, 04 September 2015 15:38)

    Hallo Ihr, nachdem Moni mir heute beim Mittagessen vom Urlaub in der Normandie erzählte. Hab ich mir die Fotos angesehen. Also vielleicht sollten wir doch mal Urlaub da planen.

    Gruß Barbara

Koenigsrot - Büro für Kommunikationsdesign

Krüger & Petronijevic  GbR | Ilexweg 19 | 50769 Köln  | Telefon 0221 - 277 463 27

post@koenigsrot.com